Was ist eigentlich Weinstein-Backpulver?

 |  Wussten Sie schon?
Was ist eigentlich Weinstein-Backpulver?

Weinstein-Backpulver - immer öfter stolpert man in Rezeptbüchern und im Internet über den Begriff. Worum genau handelt es sich aber dabei? Und was ist der Unterschied zwischen Weinstein-Backpulver und  dem "herkömmlichen" Backpulver?

 

Backpulver - egal, ob Weinsteinbackpulver oder "herkömmliches" Backpulver - besteht aus drei Zutaten: Backtriebmittel, Säuerungsmittel und Trennmittel. Das Backtriebmittel ist in der Regel Natriumhydrogencarbonat, auch bekannt als Natron.

 

Natron alleine bewirkt jedoch keine Lockerung des Teiges. Natron ist immer auf eine Säure angewiesen, damit die gewünschte Triebwirkung stattfindet. Dafür enthält Backpulver auch immer ein Säuerungsmittel. Durch die Hinzugabe von Feuchtigkeit wird diese dann in Gang gesetzt - es bilden sich Gase, die den Teig aufgehen lassen.

 

Die dritte Zutat - das Trennmittel - soll verhindern, dass durch Luftfeuchtigkeit dieser Prozess bereits in der Verpackung stattfindet. Als Trennmittel wird hauptsächlich Stärke verwendet.

 

Der Unterschied ist das Säuerungsmittel

 

Der Unterschied zwischen herkömmlichem Backpulver und Weinstein-Backpulver besteht im Säuerungsmittel. Für herkömmliches Backpulver wird als Säuerungsmittel Phosphat verwendet.

 

Beim Weinstein-Backpulver handelt es sich um die natürliche Weinsteinsäure, die z. B. bei der Sektherstellung anfällt. Weinstein-Backpulver ist daher die natürlichere Alternative zu herkömmlichem Backpulver.

 

Übrigens: Für das Gelingen und somit das Backergebnis spielt es keine Rolle, ob Sie auf herkömmliches Backpulver oder Weinstein-Backpulver zurückgreifen.

Egle-Produkte mit Weinstein-Backpulver

  • Bio Dinkel Butterkekse

    Bio Dinkel Butterkekse

    Unsere Bio Butterkekse werden aus wertvollem Dinkelmehl gebacken, mit 30 % weniger Zucker als herkömmliche Butterkekse.
    5,90 €
    inkl. MwSt., zzgl. Versandkosten
    2 x 200 g (1,48 €/100 g)
Newsletter Abo

Heinz Gloeser

Kommentar vom 31.08.2018


Hallo zusammen ,
mein zuhause ist seit knapp 10 Jahren auf den Phillipinen !
Da gibt es weiter entfernt deutsche oder schweizer Baeckereien ; also wenn ich ein richtiges Brot will ; dann heisst es eben selber backen ;auch vom Preis , Anreise, Zutaten etc.
Mein Mehl, die Zutaten lasse ich von ,,D" ueber Balik-Bayan liefern !
Als ich mich dann mit Weinstein ( Tartar ) befassen wollte , dann hat mich der Kommentar von ,,Justus" befluegelt # ohne Saeure # aha , dachte ich, das muss ich gleich probieren & siehe da , es funktioniert ohne Saeure !! Kurzum ich verwendete :

1,5 kg Mehl nach Wahl , darunter 200gr. Schrot , 25gr. Natursalz & 15gr. brauner ( Rohr ) -Zucker feingemixt , 15gr. backingsoda , 40gr. Backmagarine & Gewuerze nach Geschmack dann noch Wasser !
Nach dem Kneten & Formen anfeuchten zum Bestreuen
z. Bsp. Sesam ; nicht gehen lassen & gleich in den Ofen !

Ergebnis 2440 gr. Brot > mein Rekord <

Gruesse Heinz 1


Justus

Kommentar vom 09.01.2018


Die WHO hat mal ein Rezept für Kinder gegeben, welche an Durchfall leiden. Engl. Original :baking powder. Das ist im englischen Sprachraum Backsoda(Natron). Wurde in Deutschland falsch übersetzt. Mußte ich unsere Kinderärztin darauf hinweisen. Sie hat das geprüft , und bestätigt. Zumindest eine macht es jetzt richtig

Justus

Kommentar vom 09.01.2018


Natron (Backnatron) muss nicht zwingend mit einem Säureträger verwendet werden , da es bei ca.60°C+ seine Kohlensäure verliert. Die Wahl der Mittel liegt im gewünschten Ergebnis. Keine Säure dazu= Der Teig treibt erst beim backen. Säure dazu =der Teig geht schon beim rühren auf.

bea

Kommentar vom 19.07.2017


wo bekomm ich denn weinstein her brauche es für bonbons her zu stellen

José San Segundo

Kommentar vom 27.06.2017


Danke, jetzt weiß ich Bescheid

Julia

Kommentar vom 05.05.2017


Hallo !
Habe im Küchenschrank meiner Mutter beim aufräumen Weinsteinsäure im Schraubglas gefunden.
Nun weiß ich, wie ich sie verwenden kann.
Danke Julia

mechbo

Kommentar vom 22.04.2017


danke für die tolle Erklärung!
Typisch essen&trinken: da werden Zutaten angegeben, die ich nicht kenne und weder eine Erklärung noch eine Alternative angegeben!


Peter Mohl

Kommentar vom 11.04.2017

Es ist ein Skandal das soviel Phophat in Lebensmitteln erlaubt ist.Wegen Feinstaub wird ein Wirbel gemacht aber immer mehr P. scheint egal zu sein.

Tatjana

Kommentar vom 09.04.2017

Eine Super-Erklärung! Vielen Dank!

Anke

Kommentar vom 08.04.2017


Ich leide seit drei Jahren an einer chronischen Niereninsuffizienz der Stufe IV, was bedeutet, dass ich bestimmte Ernährungsregeln streng beachten muss, um nicht dialysepflichtig zu werden. Normales Backpulver ist wegen des Phosphatgehaltes für mich verboten. Leider gibt es hierüber viel zu wenig Informationen; denn auch leichte Nierenerkrankungen werden durch phosphathaltige Nahrung verschlimmert.

1 2 3 Weiter

Kommentar abschicken

« zurück