Was ist eigentlich Weinstein-Backpulver?

06.02.2015
Was ist eigentlich Weinstein-Backpulver?

Weinstein-Backpulver - immer öfter stolpert man in Rezeptbüchern und im Internet über den Begriff. Worum genau handelt es sich aber dabei? Und was ist der Unterschied zum "herkömmlichen" Backpulver?

 

Backpulver - egal, ob Weinsteinbackpulver oder "herkömmliches" Backpulver besteht aus drei Zutaten: Backtriebmittel, Säuerungsmittel und Trennmittel. Das Backtriebmittel ist in der Regel Natriumhydrogencarbonat, auch bekannt als Natron. Natron alleine bewirkt jedoch keine Lockerung des Teiges. Natron ist immer auf eine Säure angewiesen, damit die gewünschte Triebwirkung stattfindet. Dafür enthält Backpulver auch immer ein Säuerungsmittel. Durch die Hinzugabe von Feuchtigkeit wird diese dann in Gang gesetzt - es bilden sich Gase, die den Teig aufgehen lassen.

 

Die dritte Zutat - das Trennmittel - soll verhindern, dass durch Luftfeuchtigkeit dieser Prozess bereits in der Verpackung stattfindet. Als Trennmittel wird hauptsächlich Stärke verwendet.

 

Der Unterschied ist das Säuerungsmittel

 

Der Unterschied zwischen herkömmlichem Backpulver und Weinstein-Backpulver besteht im Säuerungsmittel. Für herkömmliches Backpulver wird als Säuerungsmittel Phosphat verwendet.

 

Beim Weinstein-Backpulver handelt es sich um die natürliche Weinsteinsäure, die z. B. bei der Sektherstellung anfällt. Weinstein-Backpulver ist daher die natürlichere Alternative zu herkömmlichem Backpulver.

 

Übrigens: Für das Gelingen und somit das Backergebnis spielt es keine Rolle, ob Sie auf herkömmliches Backpulver oder Weinstein-Backpulver zurückgreifen.

Autor: Dipl. oec.troph. (FH) Verena Kampen

bea

Kommentar vom 19.07.2017


wo bekomm ich denn weinstein her brauche es für bonbons her zu stellen

José San Segundo

Kommentar vom 27.06.2017


Danke, jetzt weiß ich Bescheid

Julia

Kommentar vom 05.05.2017


Hallo !
Habe im Küchenschrank meiner Mutter beim aufräumen Weinsteinsäure im Schraubglas gefunden.
Nun weiß ich, wie ich sie verwenden kann.
Danke Julia

mechbo

Kommentar vom 22.04.2017


danke für die tolle Erklärung!
Typisch essen&trinken: da werden Zutaten angegeben, die ich nicht kenne und weder eine Erklärung noch eine Alternative angegeben!


Peter Mohl

Kommentar vom 11.04.2017

Es ist ein Skandal das soviel Phophat in Lebensmitteln erlaubt ist.Wegen Feinstaub wird ein Wirbel gemacht aber immer mehr P. scheint egal zu sein.

Tatjana

Kommentar vom 09.04.2017

Eine Super-Erklärung! Vielen Dank!

Anke

Kommentar vom 08.04.2017


Ich leide seit drei Jahren an einer chronischen Niereninsuffizienz der Stufe IV, was bedeutet, dass ich bestimmte Ernährungsregeln streng beachten muss, um nicht dialysepflichtig zu werden. Normales Backpulver ist wegen des Phosphatgehaltes für mich verboten. Leider gibt es hierüber viel zu wenig Informationen; denn auch leichte Nierenerkrankungen werden durch phosphathaltige Nahrung verschlimmert.

Dipl. oec.troph. (FH) Verena Kampen

Kommentar vom 07.09.2016


Guten Tag!

Zum Schlagen von Eischnee eignet sich nur reiner Weinstein, kein Weinstein-Backpulver, da letzteres neben dem Weinstein auch Stärke und Backtriebmittel enthält. Weinstein ist sehr sauer und wird in Rezepten als Festigungsmittel für den Eischnee empfohlen. Alternativ kann man unseres Erachtens auch einen Spritzer Zitronensaft oder eine Prise Salz verwenden.
Übrigens: Reiner Weinstein ist nicht im Einzelhandel erhältlich, sondern kann nur über die Apotheke bezogen werden.

Viele Grüße
Ihr Egle-Team

Peter

Kommentar vom 02.09.2016


Hallo,

in einem alten Rezept wird Weinstein zum Schneeschlagen
verwendet.
Meine Frage: kann ich dafür auch Weinsteinbackpuver verwenden?

Viele Grüße
Peter


Hälker Maria

Kommentar vom 31.08.2016


Vielen Dank für die aufschlussreiche Erklärung. Mit dem Weinsteinbackpulver konnte ich nichts anfangen. Bin jetzt aber , dank Ihres Berichtes, gut aufgeklärt
Dankeschön.,

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