Omega-3- Omega-6- und Omega-9-Fettsäuren

12.12.2011  |  Neues von Egle

Mehrfach ungesättigte Fettsäuren fassen sowohl die Omega-3 als auch die Omega-6-Fettsäuren zusammen. Beides sind essentielle (lebensnotwendige) Fettsäuren und somit wichtig für unseren Körper, die mit unserer Nahrung aufgenommen werden müssen. Wichtig dabei ist, dass wir keine dieser beiden Fettsäuren vernachlässigen sollen. Auch wenn die Omega-3-Fettsäuren für ihre wichtigen Funktionen im Körper besonders hervorgehoben werden, heißt das nicht, dass wir nur Omega-3-Fettsäuren benötigen.

 

Wir nehmen nur allgemein zu geringe Mengen Omega-3-Fettsäuren auf - das liegt hauptsächlich daran, dass es wenige Quellen für Omega-3-Fettsäuren gibt. Wir benötigen zwar nur die geringe Mindestmenge von ca. 1-2 g am Tag - das entspricht etwa 44 g Lachs, 40 g Thunfisch oder 45 g Makrele. Seefische sind die besten Lieferanten für Omega-3-Fettsäuren. Deswegen sollte man auch 2-3 mal die Woche Seefisch essen (Auch wenn Fisch noch andere ernährungsphysiologische Vorteile hat: Jodquelle, hochwertige Eiweißquelle).

 

>>> Hier geht es zu unserer Fisch-Auswahl

 

In der fünffachen Menge sollten wir aber die Omega-6-Fettsäuren aufnehmen, also mindestens 5-10 g. Omega-6-Fettsäuren sind in vielen pflanzlichen Lebensmitteln enthalten, die beste Quelle sind natürlich die pflanzlichen Öle oder Nüsse, aber auch z.B. Haferflocken enthalten Omega-6-Fettsäuren

 

Und warum wird Olivenöl so empfohlen?

 

Die mehrfach ungesättigten Fettsäuren sind sehr anfällig gegen oxidative Veränderungen. Das zeigt sich bei den Ölen, wenn sie ranzig werden. Auch im Körper neigen die ungesättigten Fettsäuren dazu, "ranzig" zu werden.

 

Die einfach ungesättigten Fettsäuren (Omega-9-Fettsäuren) sind dagegen nicht so anfällig gegen Oxidation, übernehmen aber auch wichtige Aufgaben im Körper und haben nicht die ungünstigen Eigenschaften wie gesättigte Fettsäuren und gehärtete Fette. Deshalb wird empfohlen, ein Drittel der Fettsäuren mit einfach ungesättigten Fettsäuren abzudecken.

 

Aus diesen Gründen wird empfohlen, häufiger Olivenöl und auch Rapsöl zu verwenden. Beide Öle haben einen hohen Anteil einfach ungesättigter Fettsäuren. Aber auch die "high-oleic"-Sorten von Distelöl und Sonnenblumenöl enthalten einen sehr großen Anteil an einfach ungesättigten Fettsäuren und sind deshalb Öle mit den empfohlenen stabileren Fettsäuren.

 

>>> Hier geht es zu unseren Pflanzenölen

 

Das bedeutet, dass bei einer durchschnittlich empfohlenen Kalorienaufnahme von 2000 kcal für Frauen maximal 22 g gesättigte Fettsäuren, mindestens 22 g einfach ungesättigte Fettsäuren (Omega-9-Fettsäuren) und maximal 22 g mehrfach ungesättigte Fettsäuren (Omega-6 und Omega-3) aufgenommen werden sollten (dies entspricht ca. 18,5 g Omega-6-Fettsäuren und 3,7 g Omega-3-Fettsäuren).

Autor: Dipl. oec. troph. Stefanie Thomas

 omega 3

Dipl. oec. troph. Stefanie Thomas

Kommentar vom 05.10.2017
Hallo Frau Phong,

es ist richtig, dass unser Organismus sowohl die Omega 3-, die Omega-6- und die Omega-9-Fettsäuren benötigt.

In unserem Distelöl sind hauptsächlich Omega-9-Fettsäuren enthalten. Dieses Öl dient nicht der Versorgung mit den anderen Fettsäuren. Es hat dennoch eine Berechtigung als gutes Allroundöl zur Verwendung in der Küche. Allerdings ist eine andere Quelle für die Versorgung mit Omega-6- und Omega-3-Fettsäuren notwendig. Dies kann man z.B. durch die zusätzliche Verwendung anderer Öle oder durch Fischkonsum erreichen.
Täglich einen Löffel Distelöl zu nehmen, rein als Ergänzung der Nahrung mit Fettsäuren, ist allerdings nicht sinnvoll.
Dagegen sind unsere beiden Balance-3-Öle tatsächlich dazu geeignet, den Körper mit allen notwendigen Fettsäuren (Omega-3-, Omega-6- und Omega-9 Fettsäuren) gut zu versorgen.

Dipl. oec. troph. Stefanie Thomas

Kommentar vom 05.10.2017
Hallo Frau Phong,

wenn Fettsäuren im Körper "ranzig" werden, ist darunter zu verstehen, dass die Fettsäuren nach der Resorption vom Darm in den Körper geschädigt werden. Grund hierfür sind freie Radikale, die sich im Körper befinden und die Fettsäuren schädigen können. Hier spricht man von oxidativer Degeneration. Dies kann z.B. in der Zellmembran zu Zellschädigung führen (Fettsäuren in der Zellmembran werden geschädigt) oder kann Mitursache der Arteriosklerose sein (oxidative Schädigung von LDL-Cholesterin (=Fett-Transporter im Blut).

Diese Peroxidation ist genau der gleiche chemische Prozess wie das älter werden von Speiseöl, durch Sauerstoff und Licht bedingt. Dieses Öl schmecken dann alt und ranzig.
Daher wird der Begriff "ranzig" auch als Erklärung für die Veränderung der Fettsäuren im Körper verwendet, jedoch in Anführungsstrichen, da der Vergleich doch etwas hinkt.

Phong

Kommentar vom 15.09.2017


Sehr geehrte Damen und Herren,

was meinen Sie in Ihrem Text "Auch im Körper neigen die ungesättigten Fettsäuren dazu, 'ranzig' zu werden."?

Magen ist doch ein Verarbeitungsapparat und alles werden im Magen doch weiterarbeitet. Oder nicht? Könnte Öl im Magen noch ranzig werden?

BEste Grüße
A. Phong


Phong

Kommentar vom 15.09.2017



Sehr geehrte Damen und Herren,

Zitat aus Ihrem Artikel:
"... maximal 22 g gesättigte Fettsäuren, mindestens 22 g einfach ungesättigte Fettsäuren (Omega-9-Fettsäuren) und
maximal 22 g mehrfach ungesättigte Fettsäuren (Omega-6 und Omega-3) aufgenommen werden sollten. ..."

verstehe ich richtig, dass e Einnahme von omeg6+omega3 & omega9 sein muss, weil:
max. 22g ges.F,
max. 22g omeg6+omega3,
mind. 22g omeg9
Falls ja, dann ist doch high-oleic distel (ca. 24 % omega9) nicht geeignet bzw. nicht gesund, tgl.einen Löffel zu nehmen. Oder?

Ihre Nahricht freut mich und besten Dank im Voraus

Mit freundlihen Grüßen
Antonia Phong

Kommentar abschicken

* Notwendige Felder

« zurück